Siri - schlagfertig und auf Zack
16.02.2012 18:00 von Bender Jennifer
Siri
Jeder hat es, jeder will es, jeder braucht es – vom Manager bis zum Zehntklässler sieht man fast niemanden mehr mit einem gewöhnlichen Handy telefonieren. Jetzt muss es schon ein Smartphone sein. Nach Zeitunglesen, Musik hören und Kalenderaktualisierung ist der neueste Clou die Spracherkennung.
Mit dem neuen iPhone 4s hat Apple Sprachassistentin Siri auf den Markt gebracht. Terminplanung, SMS schreiben, Wetterbericht abfragen – das alles (und vieles mehr) funktioniert jetzt über Spracherkennung. Auf die Frage „Brauche ich heute Abend einen Regenschirm?“ antwortet Siri bspw. mit „Es sieht nicht nach Regen aus an diesem Abend.“ und zeigt die Wettervorausschau für die nächsten fünf Tage an. Das Programm erkennt dabei die einzelnen Wörter und zerlegt die Lautkette in einzelne Segmente. Dass ein Segment zu Ende ist, erkennt Siri, sobald der Sprecher eine Pause macht. Die einzelnen Segmente werden schließlich mit einer Datenbank für Klangmuster verglichen und so wird analysiert, was der Sprecher gemeint hat. Doch gerade bei Dialekten hat Madame so ihre Probleme. Sie liebt Hochdeutsch und einfache Grammatik. Verschachtelte Sätze, geteilte Verbformen sowie ungewohnte Betonungen durch Dialekte oder einen bestimmten Gemütszustand können für Siri zum Problem werden.
Weitere Schwierigkeiten treten bei Wörtern mit gleichem Klang aber unterschiedlicher Bedeutung auf, wie z. B. arm/Arm. Durch Einbeziehung des Kontextes und stilistischer Mittel wird in solch einem Fall nach dem zutreffenden Sinn gesucht. Dieser wird jedoch nicht immer gefunden.
Doch Siri hat es auch faustdick hinter den Ohren: Für nicht ernst gemeinte oder ironische Fragen hat sie oftmals eine entsprechende Antwort parat. So erwidert sie auf die Frage „Was hast du an?“ „Aluminosilikatglas und Stahl. Hübsch, oder?“. Heiratsanträge lehnt sie höflich aber bestimmt ab.
Leider funktioniert die Spracherkennung nicht ohne Internetverbindung, da die Spracheingaben in der Apple-Cloud in Amerika analysiert werden. Somit weiß Apple, wer was in sein iPhone eingibt – Datenschutz adé.
Man darf gespannt sein, wie sich Siri weiterentwickelt.
Quellen:
http://www.zeit.de/digital/mobil/2011-10/iphone-4s-tests
Einen Kommentar schreiben