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Austriazismen – Advent in Österreich: Ohne „s“, bitte!

Austriazismen

Haben Sie in diesem Jahr auch einen Adventkalender? Oder einen Adventkranz? Moment – haben wir da nicht ein „s“ vergessen, hinter dem „Advent“? Schließlich heißt es doch Adventskalender und Adventskranz … oder etwa nicht? Und was genau hat es mit Austriazismen auf sich?

An einem so kleinen Beispiel wird sichtbar, warum auch innerhalb einer Sprache Varietäten beachtet werden müssen, wenn die Zielgruppe richtig angesprochen werden soll. In Österreich nämlich ist es der Adventkalender – ohne „s“. Die werden schon seit einigen Jahren auch für Erwachsene immer stärker beworben. Wer aber auch Österreicher mit seinen Produkten ansprechen möchte, sollte seine Werbeanzeigen oder Landingpages vorab von einem Sprachprofi überarbeiten lassen, denn ein falsch gesetztes „s“ kann dafür sorgen, dass das Publikum abspringt und die erhofften Verkaufszahlen nicht erreicht werden.

SEO regional richtig einsetzen

Auch wenn das Deutsche regional teils ganz unterschiedlich klingt und vielleicht auch anders geschrieben wird, verstehen wir uns grundsätzlich doch gut: Redet ein Tiroler, versteht ihn meist auch der Hamburger und andersherum. Der ein oder andere Begriff weicht eventuell ab, die Aussprache ist gewöhnungsbedürftig – aber im Großen und Ganzen klappt die Verständigung.

Wer sich als Österreicher im Internet bewegt, sieht ohnehin viele bundesdeutsche Internetseiten oder schaut sich Videos an, in denen Standarddeutsch gesprochen wird. Auch Onlineshops liefern meist genauso problemlos nach Wien und Salzburg wie nach Dortmund oder Leipzig. Onlinehändler, die auch nach Österreich liefern, könnten ihre Umsätze aber noch steigern, wenn sie speziell auf Österreicher zugeschnittene Werbung schalten oder sogar eine eigene Sprachversion zur Verfügung stellen würden.

Im Internet gefunden werden dank Austriazismen

Als deutsches Unternehmen hat man es in Österreich leicht(er), denn meist werden bei Suchmaschinenanfragen aus Österreich die österreichischen Ergebnisse durch relevante Seiten aus Deutschland ergänzt. Schließlich wird die Sprache verstanden, auch wenn es mitunter Unterschiede in der Schreibweise oder Grammatik gibt. Andersherum ist in Deutschland die Konkurrenz oft so groß, dass Webseiten mit einer .at-Endung selten in den Suchergebnissen auftauchen.

Wer trotzdem glaubt, dass er sich als deutscher Anbieter sprachlich nicht auf die österreichische Zielgruppe einlassen müsse, weil ohnehin gekauft wird, darf nicht vergessen, dass es sich bei den Käufern um echte Menschen handelt: Schließlich wird durch Regionalismen auch die Identität angesprochen und eine Kaufentscheidung, die mit einem guten Gefühl einhergeht, wird lieber und leichter getroffen.

Selbst innerhalb Österreichs ist die Sprache nicht einheitlich, ähnlich wie es auch in Deutschland ist. Tatsächlich wird an österreichischen Schulen meist die deutsche Standardsprache gelehrt, Regionalismen sind in Aufsätzen und Klassenarbeiten nicht erwünscht. Kein Wunder also, dass Regionalsprache oft mit Emotionen verbunden ist…

Advent(s)kalender vermarkten: Übersetzung nutzen!

Wer nicht aus Österreich kommt, weiß aber vermutlich oft gar nicht, dass Adventskalender mitunter so starke Gefühle in Österreichern auslösen, dass sie sich gegen einen Kauf entscheiden, auch wenn ihnen das Produkt grundsätzlich zusagt. Der Salzburger Zoo hat 2019 einen Adventskalender (mit „s“) beworben, der bei Facebooknutzern auch in diesem Jahr noch für gemischte Gefühle sorgt.

Austriazismen sollten darum auch bei Werbeanzeigen beachtet werden, eventuell ist es sogar ratsam, eine vollständige Sprachversion der eigenen Webseite für Österreich zu erstellen. Auch Videos können mit österreichischen Sprechern authentischer wirken und den Absatz steigern. Bei dieser Arbeit hilft ein professioneller Übersetzer – diese gibt es auch für Varietäten innerhalb einer Sprache.

So einfach geht’s:

  1. Bei Leginda.de anmelden oder einloggen.
  2. „Angebot anfordern“ auswählen und die gewünschte Übersetzungsart anklicken.
  3. Quellsprache und Zielsprache anpassen, z. B. „Deutsch“ in „Deutsch (Österreich)“.
  4. Dokumente hochladen oder Text eingeben, Auftragstitel vergeben und Preis für die Übersetzung kalkulieren lassen.

Anschließend können Sie den genannten Preis akzeptieren und den Auftrag direkt auslösen oder ein individuelles Angebot anfordern. Die fertige Übersetzung wird Ihnen ebenfalls über das Portal zum Download bereitgestellt, über alle Schritte werden Sie per E-Mail informiert.

Mit der passenden Ansprache für Webseitennutzer aus Österreich können Unternehmen ihre Zielgruppe erweitern und als authentisch wahrgenommen werden, statt als „Störfaktor“.

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