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Weihnachtsmärkte in aller Welt

Gehen Sie eigentlich noch auf den Weihnachtsmarkt? Egal, ob wochenlanges Volksfest mit Fahrgeschäften oder eintägiger Handwerksmarkt: Weihnachtsmärkte prägen die deutschen Städte in der Vorweihnachtszeit und laden zum Schlendern und Schlemmen ein. Kein Wunder also, dass sie auch echte Touristenattraktionen sind. Doch wir sind nicht die Einzigen mit stimmungsvollen Innenstädten im Advent. Darum schauen wir uns hier genauer an, welche anderen Weihnachtstraditionen sich in anderen Ländern finden.

Woher kommen Weihnachtsmärkte?

Weihnachtsmärkte gibt es im deutschsprachigen Raum schon seit dem Spätmittelalter: Diese vorwinterlichen Verkaufsmessen, oft an einem Tag im Dezember, dienten zur Vorbereitung der Bürger auf den Winter. Sie konnten sich dort mit Vorräten eindecken, aber auch kleine Geschenke für die Kinder kaufen oder saisonale Leckereien erwerben. Schon 1296 verlieh Albrecht I., der Herzog von Österreich, den Händlern in Wien das Privileg, einen Dezembermarkt abzuhalten. In Deutschland ist wohl Bautzen die Stadt mit der längsten Weihnachtsmarkttradition: seit 1384 gibt es hier den „freien Fleischmarkt“ im Winter, aus dem der Weihnachtsmarkt wurde (Quelle: Welt).

Heute eröffnen manche Märkte bereits im November, andere erst nach Totensonntag. Und nach wie vor gibt es Städte und Gemeinden, in denen der Weihnachtsmarkt nur an einem Tag oder Wochenende abgehalten wird. Auch Themenweihnachtsmärkte gibt es immer häufiger. Manchmal mit Eintritt, mal offen für alle.

Auch das Angebot variiert: neben Geschenkideen und Handwerkswaren gibt es oft weihnachtliche Speisen und Getränke (wie Glühwein) oder Bühnenprogramme und Fahrgeschäfte.

Diese regionalen Bezeichnungen sollten Sie kennen:

  • Christkindlmarkt/Christkindlesmarkt in Süddeutschland
  • Printenmarkt (Aachen)
  • Striezelmarkt (Dresden)
  • Wenzelsmarkt (Bautzen)
  • Nikolausmarkt (besonders für Märkte an Nikolaus oder am folgenden Wochenende)
  • Lichtermarkt

Europäische Weihnachtsmärkte

Auch wenn die Weihnachtsmärkte in Deutschland und Österreich die größte Tradition haben, gibt es auch andere Länder, in denen es bekannte Märkte und Feste gibt.

Einige spannende Reiseziele zur Weihnachtszeit für Europa sind diese:

Birmingham

Der größte deutsche Weihnachtsmarkt außerhalb des DACH-Raums findet sich in Großbritannien, in Birmingham. Seit 1966 erfreuen sich Frankfurt am Main und Birmingham einer Städtepartnerschaft, sodass der Weihnachtsmarkt tatsächlich „Birmingham’s Frankfurt Christmas Market“ heißt und alljährlich zahlreiche Besucher anzieht.

Groningen

Weihnachtsmärkte müssen nicht immer an Land stattfinden: Im niederländischen Groningen gibt es den WinterWelVaart, bei dem der Markt auf historische Schiffe verlegt wird.

Hier finden Sie Infos zu WinterWelVaart.

Kopenhagen

Ab Mitte November verwandelt sich der Vergnügungsparkt Tivoli in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen in einen Weihnachtsmarkt. Mit Theater, Veranstaltungen und Lichtinstallationen lohnt sich ein Besuch bis Anfang Januar.

Puerto Portals

Mallorca ist ja bekanntlich das 17. Bundesland und hält so auch zahlreiche Weihnachtsmärkte ab. Der glamouröse „Christmas Market“ in Puerto Portals im Westen der Insel zieht alljährlich bis in den Januar hinein Besucher an.

Hier gibt es mehr über das Weihnachtsmarkt auf Mallorca.

Rovaniemi

Als „offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmanns“ bietet Rovaniemi am Polarkreis den vielleicht nördlichsten Weihnachtsmarkt der Welt: Das Santa Claus Village ist zwar das ganze Jahr über spannend, in der Weihnachtszeit gibt es aber besondere Aktivitäten rund um den Weihnachtsmann.

Weihnachtsmärkte in aller Welt

Der Nürnberger Christkindlesmarkt war Vorbild für einige US-Weihnachtsmärkte: Der Christkindlmarket in Chicago wird im Stil eines deutschen Weihnachtsmarkts abgehalten. Seit 1996 wird so der „holiday spirit“ auch im Mittleren Westen der USA gewürdigt. In Baltimore heißt der Weihnachtsmarkt „Christmas Village“ und ist ebenfalls an unsere Traditionen angelehnt, während man in New York City durch das „Winter Village“ spazieren kann.

Im kanadischen Vancouver können Sie durch das „German Christmas Village“ schlendern, das sogar eine große Pyramide bietet.

Doch Weihnachtsmärkte gibt es auch in Asien: In Singapur erfreut seit einigen Jahren das „Christmas Wonderland“ die Besucher. Zwar ist bei Durchschnittstemperaturen von 30° C im Dezember nicht mit Schnee zu rechnen, die passende Beleuchtung sorgt aber sicherlich trotzdem für besinnliche Stunden.

In China ist der westliche Geist der Weihnacht ebenfalls eingezogen. Größere Weihnachtsmärkte gibt es zum Beispiel in Shanghai, Peking oder Guangzhou.

Für warme Weihnachten „Down Under“ können Sie auch in Australien Weihnachtsmärkte besuchen: In Sydney gibt es zahlreiche kleine Veranstaltungen, die oft an den Adventswochenenden abgehalten werden. Mit Ständen, Beleuchtung und Weihnachtsbäumen kommt so auch im australischen Sommer Weihnachtsstimmung auf.

Weihnachtsmärkte im Wandel

Mal gibt es Beschwerden darüber, dass auf Weihnachtsmärkten vorrangig Speisen und Alkohol angeboten würden, mal überschatten Ängste die eigentlich so besinnliche Weihnachtszeit. Doch auch, wenn Weihnachtstraditionen und -märkte sich verändern, gehören solche Markttraditionen in der Weihnachtszeit in Deutschland fest dazu. Selbst, wenn Kinder sich vor allem auf das Karussell freuen oder man in der Innenstadt lieber einen Bogen um die Stände macht, freuen sich die meisten doch über die hellen Lichter in der dunklen Jahreszeit.

Lassen Sie uns gerne auch in einem Kommentar wissen, welche Weihnachtsmärkte Sie am liebsten besuchen oder wo auf der Welt Sie schon (unverhofft) über Weihnachtsmärkte gestolpert sind.

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