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Gut übersetzen mit einem Klick: Geht das wirklich?

Mit „Kindle Translate“ hat Amazon einen neuen Übersetzungsservice für Bücher ins Leben gerufen und auch in den App Stores gibt es zahlreiche One-Click-Übersetzungstools, die eines versprechen: Übersetzungen ohne viel Schnickschnack sofort in Auftrag geben und dabei wenig bis gar nichts bezahlen. Was für Autoren, gerade Self-Publisher, auf den ersten Blick sehr attraktiv klingt, hat beim genaueren Hinsehen einige Fallstricke zu bieten. Die schauen wir uns hier genauer an.

KI-Buchübersetzungen erstellen lassen

Als Autor das eigene Buch direkt ohne Mehrkosten auf mehreren Märkten in verschiedenen Sprachen anzubieten, klingt attraktiv. Zugegeben: Amazon Kindle bietet „Kindle Translate“ seit November 2025 zunächst in zwei wichtigen Sprachkombinationen für ausgewählte Autoren an: Englisch nach Spanisch und Deutsch nach Englisch. Die kostenlose Übersetzung soll innerhalb weniger Tage im Konto bereitstehen und kann dann entweder direkt veröffentlicht oder noch einmal überprüft werden. Künftig sollen weitere Sprachpaare hinzukommen. Für den Leser soll durch ein gut sichtbares Label ersichtlich bleiben, dass es sich um eine Kindle-Übersetzung handelt und keine, bei der ein menschlicher Übersetzer zum Einsatz kam.

Die Vorteile einer guten Buchübersetzung liegen auf der Hand: Die Autoren können ein neues Publikum erschließen, das hoffentlich genauso viel Freude am Werk hat, wie die Leser der Originalversion. Ob die Qualität einer kostenlosen Übersetzung jedoch mit dem Ergebnis eines geübten Literaturübersetzers mithalten kann, bleibt abzuwarten.

KI-Bücher von der KI übersetzt?

Tatsächlich ärgern sich viele Autoren bereits seit einigen Jahren über eine Schwemme an KI-generierten Büchern, die auf Self-Publishing-Plattformen wie Amazon zu finden sind, also auf Plattformen, auf denen Autoren Bücher ohne Verlag veröffentlichen können. Einige Autoren berichten, dass ihr eigenes Werk nahezu kopiert wurde, andere ärgern sich schlicht über die Konkurrenz mit teils fragwürdiger inhaltlicher Qualität, was sogar gesundheitliche Folgen haben kann: Konkret ging es beispielsweise um einen KI-Pilzratgeber, der fälschlicherweise giftige Pilze als essbar deklariert hat.

Mit schnellen Übersetzungen könnten gerade diese Bücher noch einfacher auch in anderen Sprachen und Ländern angeboten werden – also noch mehr Märkte fluten.

Tatsächlich scheinen auch aktuelle Bestseller ohne vorherige Absprachen oder Lizenzvergabe in andere Sprachen übersetzt, um dann auf Self-Publishing-Plattformen angeboten zu werden. Das erzählt Bestsellerautorin Nina George in einem SWR-Interview. Für die Kunden ist das oft beim Kauf noch gar nicht ersichtlich. So erhalten sie oft keine qualitativ hochwertigen Literaturübersetzungen und können sich nicht mehr auf Qualität (oder Verständnis) verlassen. Das Geld, das sie für das Buch bezahlt haben, landet zum Großteil bei Personen oder Unternehmen, die sich der Arbeit anderer bedienen und selbst möglichst geringe Kosten haben möchten. KI-Übersetzungen sind schließlich häufig kostenlos.

Probleme bei kostenlosen Übersetzungen

Würde ein menschlicher Fachübersetzer seine Dienste kostenlos anbieten, würden alle stutzen: Wie kann das sein? Bei großen Unternehmen wie Google, Amazon oder DeepL stellt sich die Frage offenbar nicht. Teilweise gehen Nutzer vielleicht sogar davon aus, Anspruch auf eine kostenlose Übersetzung zu haben, um Sprachbarrieren zu überwinden? Doch letztlich sind auch diese Dienste nicht kostenfrei – sie kosten nur kein Geld.

Dafür bezahlen wir oft mit Daten oder Rechten:

  • Datenschutz: Kostenlose Übersetzungsanbieter sichern sich oft so ab, dass sie die Dokumente weiterverarbeiten und nutzen dürfen.
  • Training: Die eingespeisten Informationen werden oft zum Training von Übersetzungssystemen genutzt.
  • Server: Nicht immer stehen die Server in Deutschland, sodass der Schutz der übermittelten Daten nicht immer gewährleistet ist.

Das kann bedeuten, dass firmeninterne Daten plötzlich in Trainingssystemen landen und vielleicht sogar genutzt werden, wenn die Konkurrenz einen Übersetzungsauftrag startet. Oder – bleiben wir bei der Literatur: Das Werk eines Autors wird in KI-Trainingssysteme eingespeist und dort genutzt, um eine Übersetzung oder ein neues Buch zu kreieren. Hier finden massive Urheberrechts- und Datenschutzverstöße statt, die jedoch oft unbemerkt bleiben.

Was ist also die Alternative?

Hochwertige und verlässliche Übersetzungen: Profis engagieren

Wer sich ein Buch kauft, hofft auf Bildung oder Unterhaltung – jedenfalls auf ein positives Fazit. Wurde beim Schreiben des Buches aber geschlampt oder bei der Übersetzung gespart, freut sich am Ende vielleicht nur der (vermeintliche) Autor über den Umsatz, während alle anderen unzufrieden sind.

Gute Literaturübersetzungen müssen dabei nicht jedes Budget sprengen, sondern sind auch für Self-Publishing-Autoren attraktiv. Neuronale Maschinelle Übersetzungen (NMT) von Sprachdienstleistern mit Servern in Deutschland, wie LEGINDA, bieten Datensicherheit, schnelle Verfügbarkeit und geprüfte Qualität zu günstigen Preisen. Natürlich bieten wir auch Humanübersetzungen an, also solche, die ausschließlich von menschlichen Übersetzungsprofis angefertigt werden. Egal, welche Philosophie Sie verfolgen: Sprechen Sie uns gerne an! Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Projektideen!

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