Als Unternehmer ist es natürlich, dass Sie Kosten optimieren möchten und müssen. Die Herausforderung besteht jedoch darin, die Kosten im Blick zu behalten, während die Qualität mindestens gleichbleibt oder sogar steigt. Das gilt für Übersetzungen genauso wie für andere Aufgaben. Hier schauen wir uns an, an welchen Stellen Sie ein sinnvolles Translation Cost Management betreiben können – und wo Risiken liegen, die es zu umschiffen gilt.
Kostenfaktoren bei Übersetzungen
Wenn Sie eine Übersetzung beauftragen, ist – je nach Anbieter – nicht immer klar, wie sich die Gesamtkosten aufgliedern. Vielleicht kennen Sie typische Kostenfaktoren für Übersetzungen bereits, vielleicht haben Sie aber auch nie danach gefragt.
Einfluss auf die Kosten einer Übersetzung haben beispielsweise:
- Länge bzw. Umfang der zu übersetzenden Dokumente: Mehr Inhalt kostet meist auch mehr
- Fachgebiet: Fachtexte sind kostenintensiver als allgemeinsprachliche Inhalte
- Sprachkombination: Seltene Sprachen oder solche mit viel Nachfrage und wenigen Fachübersetzern sind meist teurer als solche, für die es ein hohes Angebot an Übersetzern gibt
- Zusatzleistungen wie Beglaubigung oder Apostille
- Liefertermin: von entspannt bis express unterscheiden sich die Kosten
- Dateiformate: Bearbeitbare Dateiformate können schneller (und somit günstiger) übersetzt werden als solche, bei denen manuelle Anpassungen erforderlich sind
Translation Cost Management: Das müssen Sie wissen
Strategien zur Kostenoptimierung bei Übersetzungen
Optimierte Kosten müssen nicht immer geringere Kosten sein: Vielleicht können Sie das vorhandene Budget auch in mehr übersetzte Inhalte investieren. Durch zeitliche Einsparungen können Sie auch Inhouse möglicherweise mehr erreichen, ohne neue Stellen schaffen zu müssen. Optimierung kann viele Seiten haben. Im Folgenden schauen wir uns an, was dabei helfen kann, Ihre Übersetzungskosten zu optimieren.
Prozesse optimieren
Bessere Prozesse sparen meist Zeit und somit üblicherweise auch Geld. Es geht hierbei nicht nur darum, die Prozesse für Übersetzungen zu optimieren. Vielmehr sind alle, aber besonders die auf Inhalte (Content) ausgerichteten Prozesse unter die Lupe zu nehmen.
Sie können dabei beispielsweise die Ablagestruktur für Informationen überarbeiten, Ihre eigene Inhaltserstellung professionalisieren oder Verantwortung neu verteilen. Liegen beispielsweise übersetzungsrelevante Tätigkeiten bei einer Person (pro Sprache), sind auch Rückfragen einfacher zu beantworten, als wenn intern viele potenzielle Ansprechpartner angefragt werden müssen. Bündeln Sie Terminologie, erstellen Sie Glossare oder erstellen Sie einen Language Style Guide. Oft können Sie dann bei künftigen Fragen darauf verweisen, anstatt erst Meetings abhalten zu müssen, um Antworten festzulegen.
Translation Memory nutzen
Eine Translation Memory ist eine Datenbank, in der übersetzte Inhalte gespeichert werden. Das betrifft nicht nur einzelne Wörter und Begriffe, wie bei Terminologielisten häufig der Fall, sondern sogar ganze Sätze oder Abschnitte. Wenn also Inhalte künftig – im selben oder späteren Auftrag – noch einmal auftauchen, schlägt das Tool auch dieselbe, bereits früher angefertigte und geprüfte, Übersetzung vor. Das sorgt zum einen für konsistentes Wording, aber auch geringere Kosten – denn der Übersetzer muss diesen Passus nicht erneut übersetzen, wir rechnen ihn also auch nicht ab.
Terminologiearbeit betreiben
Der Fachwortschatz eines Fachbereichs, aber auch unternehmensinterner Sprachgebrauch, fallen unter den Begriff Terminologie. Die korrekte Nutzung dieser festgelegten Termini sorgt nicht nur für eine einheitliche Sprache und Außendarstellung, sondern auch für bessere Kommunikation. Wenn hier Klarkeit herrscht, arbeiten Sie selbst besser, erleichtern aber auch die Arbeit für Übersetzungen.
Wir unterstützen Sie gerne bei der Implementierung eines effizienten Terminologiemanagements. Sprechen Sie uns an!
Texte optimieren
Je übersetzungsgerechter der Ausgangstext ist, den wir erhalten, umso besser (und somit auch schneller und günstiger) kann übersetzt werden. Davon profitieren Sie nicht nur bei der Übersetzung, sondern auch bei allen anderen Prozessen.
Typische Tipps für übersetzungsgerechtes Schreiben sind:
- Richtige Programme nutzen: Texte in Textverarbeitungsprogramm schreiben, Daten in Tabellen, Präsentationen mit Präsentationssoftware – so stimmen Layout und Formatierung
- Zielgruppengerecht schreiben: Fachsprache und festgelegte Terminologie nutzen, sofern angebracht
- Klar und präzise formulieren, anstatt inhaltliche Lücken und Grauzonen zu lassen
- Korrekt schreiben: Rechtschreibprüfung & Co. ersparen dem Übersetzer das Raten
- Korrekturlesen lassen: Sprachliche und inhaltliche Korrektur, um richtig gute Texte an Kunden und Übersetzer auszugeben
Je besser der Text ist, der übersetzt werden soll, umso zügiger und präziser kann auch der Übersetzer arbeiten. Und: Je klarer Sie sich ausdrücken, umso besser erreichen Sie Ihre Zielgruppe – in allen Sprachen.
Übersetzungsprojekte bündeln
Gerade in größeren Unternehmen können einzelne Abteilungen eventuell selbst bei Übersetzungen entscheiden. Gibt es hier kein einheitliches Vorgehen oder keinen gemeinsamen Sprachdienstleister, können sich sogar höhere Kosten ergeben, wenn Dokumente etwa mehrfach von verschiedenen Stellen übersetzt werden.
Wenn Sie Ihre Prozesse und Projekte sinnvoll bündeln und beispielsweise Sprachdienstleister mit Online-Portalen nutzen, anstatt die gesamte Kommunikation langwieriger (und unsicherer) per E-Mail abzuwickeln, liegt hier immenses Optimierungspotenzial.
Kostenlose Übersetzungen
Wir raten davon ab, kostenlose Übersetzungsdienstleister zu nutzen, um Kosten zu optimieren. Denn hier gilt: Gratis-Übersetzungen bergen Risiken. Meist bezahlen Sie hier nämlich mit Ihren Daten (oder denen Ihrer Kunden) und Ihrer Privatsphäre. Darüber hinaus werden die Ergebnisse nicht geprüft.
Ja, kostenlose Online-Übersetzungen entwickeln sich stets weiter, teilweise wird bei YouTube sogar ungefragt synchronisiert, doch wird hier weder Ihre Unternehmenssprache genutzt noch fachsprachlich gearbeitet. Vertrauliche Daten könnten in die falschen Hände geraten oder der Sinn Ihrer Inhalte geht komplett verloren. Die Risiken sind zahlreich und können hohe Folgekosten bergen. Hier sparen Sie also an der falschen Stelle.
KI-Services gezielt nutzen
KI-Übersetzungen sind nicht immer kostenlos: Für einige Services zahlen Sie monatliche Abo‑Gebühren. Je nach Fokus des Dienstes können Sie den digitalen Assistenten übersetzen lassen oder zahlen gezielt für Übersetzungsdienstleistungen. Kostenpflichtige Dienste bieten unter anderem Server in Deutschland, geprüfte Qualität oder sichere Daten. Bei uns können Sie Neuronale Maschinelle Übersetzungen oder Hybrid-Übersetzungen bestellen, bei denen Sie von allen Vorteilen profitieren. Die Kosten liegen dabei unter denen für komplett menschengemachte Übersetzungen: Sie können hier also von Einsparungen profitieren, sogar wenn die Übersetzungsmenge steigt.
Übersetzungskosten optimieren im Überblick
Sie müssen sich nicht für das billigste oder kostenlose Angebot entscheiden, sondern können durch zahlreiche kleine Stellschrauben dafür sorgen, dass Ihr Budget für Übersetzungen sinnvoll eingesetzt wird.
