Es gibt unterschiedliche Typen von Übersetzungen und mehrere Kriterien, nach denen man unterscheiden kann. In diesem Artikel schauen wir uns an, was die freie Übersetzung von einer wörtlichen Übersetzung unterscheidet – und warum beide Übersetzungsmethoden ihre Daseinsberechtigung haben.
Wörtliche Übersetzung: Der Klassiker
Die wörtliche Übersetzung wird auch „direkte Übersetzung“ genannt und arbeitet den Ausgangstext Wort für Wort ab. So können sperrige Sätze und Strukturen entstehen, die gestelzt und unnatürlich klingen. Gerade dann, wenn in Ausgangs- und Zielsprache verschiedene Satzstellungen üblich sind, klingt der Text oft kurios. Außerdem hat nicht jedes Wort ein vollständig gleichbedeutendes Pendant in jeder anderen Sprache. Hier kann also durchaus ein Bedeutungsverlust stattfinden.
Eine wörtliche Übersetzung eignet sich beispielsweise für:
- Einzelne Begriffe & Aufzählungen
- Formulare
- Etiketten & Aufschriften
- Produktkataloge
- Lernzwecke (vertieftes Verständnis der Sprachunterschiede)
Bei der wörtlichen Übersetzung gilt auch, dass die Übersetzung der einzelnen Begriffe unabhängig vom Gesamttext und -kontext stattfindet. Eine Einbettung in das „große Ganze“ gibt es hier also nicht.
Auch wenn wir hier mittlerweile technisch weiter sind: Die wörtliche Übersetzung war auch das, was frühe maschinelle Übersetzer ausgegeben haben.
Freie Übersetzung: Die Dynamische
Bei der freien Übersetzung ist vor allem wichtig, dass die Botschaft des Ausgangsdokuments ankommt. Müssen dafür Sätze umgestellt oder sprachliche Bilder verändert werden, kann sich der Übersetzer diese Freiheit nehmen. Entscheidend ist, dass die kommunikative Intention des Autors gewahrt bleibt – eben angepasst an die Zielsprache und die Zielgruppe.
Auf eine freie Übersetzung setzen Sie am besten bei:
- Werbetexten
- Webseiten
- Schulungsmaterialien
- Fachartikel oder Forschungspapiere
- Sprichwörter & Redewendungen
Welche Übersetzungsmethode ist besser?
Der Beschreibung nach scheint es, als wäre eine freie Übersetzung immer der wörtlichen Übersetzung vorzuziehen. Es gibt aber durchaus Textsorten oder -passagen, bei denen eine wörtliche Übersetzung die richtige Wahl ist. Gerade bei Wortlisten, Befehlen oder Aufzählungen wie bei einigen Software-Übersetzungen ist keine freie Interpretation gefragt, sondern schlicht eine präzise Übersetzung einzelner Begriffe.
Bei Fließtexten geht es hingegen darum, dass die Informationen verständlich und im Zusammenhang aufbereitet sind. Hier ist eine freie Übersetzung die bessere Wahl, um flexibler auf den Ausgangstext, die Struktur der Zielsprache und auf die Zielgruppe reagieren zu können. So entsteht ein natürlicher Klang und Sprachfluss, der Stil und Ton des Ausgangstextes bestmöglich abbildet.
Sie sehen also, dass ein Großteil der Übersetzungen freie Übersetzungen sind, bei denen der Fokus auf Lesbarkeit und Verständlichkeit liegt. Das macht eine wörtliche Übersetzung – richtig eingesetzt – aber qualitativ nicht schlechter.
Übersetzungsqualität gewährleisten
Bei der Zusammenarbeit mit professionellen Übersetzern wie bei LEGINDA müssen Sie nicht entscheiden, welche Übersetzungsmethode gewählt werden soll. Unsere Übersetzer wissen, wann eine wörtliche Übersetzung die bessere Wahl ist und wo sie im Idealfall frei übersetzen. Haben Sie dahingehend bestimmte Wünsche, sprechen Sie uns gerne vor der Auftragsvergabe an! Auch bei Unsicherheiten bezüglich des Vorgehens beraten unsere Projektmanager Sie gerne.
Bei der Auswahl der passenden Übersetzer für Ihren Auftrag achten wir neben der passenden Sprachkombination auch auf Expertise in Ihrem Fachgebiet. Haben Sie bereits Informationen zur Terminologie bei uns hinterlegt, werden diese auch für kommende Aufträge genutzt.
Darüber hinaus setzen wir auf das Muttersprachenprinzip: Unsere Übersetzer sind Experten für ihre Muttersprache und übersetzen in diese. Sie können aus einer oder mehreren Ausgangssprachen übersetzen, wobei sie auch hier sprachlich und kulturell geschult sind.
Wir freuen uns auf Ihren Auftrag! Hier gelangen Sie direkt zum Übersetzungsportal.
