Andere Länder – andere Augenfarben

Man sagt, die Augen seien der Spiegel der Seele. Welche Augenfarbe wir haben, hängt von den Pigmenten unserer Iris ab und ist genetisch bedingt. Häufig gibt es ein Zusammenspiel der Gene bei Augen-, Haut- und Haarfarbe, sodass Menschen mit heller Haut und blonden Haaren tendenziell eher blaue Augen haben – und bei dunkler Haut und dunklen Haaren eher braune Augen vorkommen. Darum hat ein Großteil der Weltbevölkerung dunkle Augen. Aber wie wirkt sich das auf Sprache aus?

Offizielle Angabe der Augenfarbe

Unsere Augenfarbe steht im Personalausweis. Bei der Angabe gibt es eine begrenzte Auswahl an Farben, aus denen wir die treffendste Beschreibung auswählen können. Im Wesentlichen stehen Blau, Grau, Grün und Braun zur Auswahl und können – falls nötig – kombiniert werden. Und so prägen vor allem diese Farben unser deutsches Verständnis von Augenfarben.

Im englischen Sprachraum gibt es die Farben „amber“ und „hazel“, die keine deutsche Einwortentsprechung haben und darum schwer zu umschreiben sind. „Amber“ ist eine Art helles Braun, das an Gold oder eben Bernstein erinnert. „Hazel“ ist eine Mischfarbe, meist aus Braun und Grün, bei dem Sprenkel oder Ringe in der Iris vorkommen. Mit der braunen Farbe der Haselnuss hat diese Farbe jedoch nichts gemein.

Poetische Beschreibungen

Vor allem in der Literatur reichen die nüchternen deutschen Ausweisangaben für Augenfarben nicht aus. Auch wenn unsere Augenfarbe unseren Charakter nicht beeinflusst, assoziieren wir bestimmte Eigenschaften mit Augen- oder Haarfarben. So erhalten Figuren durch ihre Augenfarbe eine weitere Charakterebene, die oft von Vergleichen mit in der Natur vorkommenden Farben geprägt wird. Sturmgrau, Saphirblau oder Nussbraun können die Nuance weiter präzisieren und sind aussagekräftiger als Grau, Blau oder Braun.

Sprachraum und Kultur beachten

Nicht überall auf der Welt unterscheiden sich die Augenfarben so stark wie in (Nord-)Europa, sodass bei der Übertragung in eine andere Sprache Assoziationen mit Augenfarben anders sein können. Schon in Italien reicht teils eine Unterscheidung in „occhi scuri“ und „occhi chiari“, also dunkle und helle Augen, aus, um den wichtigsten Unterschied auszumachen.

Für die Beschreibung von Augenfarben sind also auch kulturelle Aspekte wichtig. Bei Leginda achten wir auf alle Aspekte von Übersetzungen. Sprechen Sie uns an, um mehr zu erfahren!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.