Zertifizierung nach DIN EN 17100: Was ist das?

Übersetzen darf jeder. Übersetzen dürfen sogar Maschinen – und können das mal mehr, mal weniger gut. Hochwertige und professionelle Übersetzungen lassen sich mithilfe verschiedener Kriterien erkennen. Eines davon –und ein sehr wichtiges – ist die Zertifizierung. Wir von Leginda sind nach ISO 17100 zertifiziert und dürfen uns nach gelungenem Audit über die Rezertifizierung freuen!

Übersetzertätigkeit zertifizieren lassen

Bestimmt haben Sie auch schon „Übersetzung nach DIN EN ISO 17100“ gelesen. Mit einer solchen Zertifizierung beweisen Sprach- und Übersetzungsdienstleister, dass sie bei der Arbeit bestimmte Qualitätsstandards einhalten. Für Auftraggeber von Übersetzungen ist das ein wichtiger Punkt, denn schließlich soll nicht nur die Übersetzung einwandfrei sein, sondern auch die Prozesse, die dahin führen. Die Norm ISO 17100 ist europaweit vergleichbar und schafft Vertrauen – denn damit darf sich nicht jeder „schmücken“: Die Zertifizierung muss verdient und durch eine unabhängige Stelle vergeben werden.

Zertifiziert werden können Übersetzungsdienstleister. Für Dolmetschdienstleistungen und maschinelle Übersetzungen gilt die Zertifizierung nach DIN EN ISO 17100 nicht.

Diese Anforderungen an Übersetzungsdienstleister werden gestellt:

  • Qualität der Dienstleistungen (z. B. 4-Augen-Prinzip)
  • Standardisierter Übersetzungsprozess
  • Professionelles Projekt- und Qualitätsmanagement
  • Qualifikation & Weiterbildung der Mitarbeiter
  • Sicherheit von IT und Daten

Es geht bei dieser Norm also explizit um das Projektmanagement von Übersetzungsdienstleistungen. Das beinhaltet die Qualität der Dienstleistung selbst, aber auch alles, was beim Übersetzungsdienstleister damit verbunden ist. Um festzustellen, ob alle Vorgänge der Norm entsprechen finden Gespräche und Tests statt.

Für Mitarbeiter wie Übersetzer, Terminologen oder Projektmanager gilt beispielsweise, dass sie ein einschlägiges Studium absolviert haben müssen oder Berufserfahrung als Übersetzer mitbringen müssen. Außerdem sind neben sprachlicher und kultureller Kompetenz auch technische Fähigkeiten gefragt – beispielsweise, um Übersetzungstools richtig und effizient zu verwenden.

Gerade der Bereich Datensicherheit ist im digitalen Zeitalter besonders entscheidend und darum auch wichtiger Bestandteil der Zertifizierung nach ISO 17100. Schließlich dürfen vertrauliche Kundendaten nicht für Dritte einsehbar sein oder gar für das Training öffentlicher Maschinenübersetzer genutzt werden.

Wie läuft eine Zertifizierung ab?

Für eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 17100 müssen die Prozesse und Übersetzungen durch eine anerkannte, unabhängige Stelle stattfinden. Nach Informationsgesprächen und Projektgesprächen mit dem unabhängigen Auditor findet ein Vor-Ort-Termin (Audit) statt, bei dem ausführlich geprüft wird, ob der Übersetzungsdienstleister zertifizierungsfähig ist.

Anschließend wird ein Auditbericht erstellt, aus dem die Bewertung hervorgeht. Auch Optimierungspotenzial gehört zum Bericht. Wurden die Standards erfüllt, folgt die Zertifizierung mit Zertifikat und Prüfsiegel, das ab sofort geführt werden darf. Nun folgen jährliche Audits zur Qualitätskontrolle, bis schließlich die Rezertifizierung ansteht.

Audits zur Qualitätskontrolle

Um die Zertifizierung beizubehalten, stehen jährliche Audits durch den unabhängigen Auditor an. Das dauert in der Regel einen Tag und hat die Überprüfung der Umsetzung und der Wirksamkeit des Managementsystems zum Ziel.

Für Audits wird vorher ein Zeitplan erstellt, um die unterschiedlichen Prozesse und Abläufe durchzugehen. Da aktuell Vor-Ort-Termine mit mehreren Beteiligten schwierig sind, haben sich auch Remote-Audits etabliert. Hier werden alle Faktoren genauso gewissenhaft und gründlich geprüft wie bei gemeinsamen Terminen am Unternehmensstandort.

Überprüft werden nicht nur die Abläufe und die Qualifikation von Projektmanagern und Übersetzern, sondern explizit auch Übersetzungen. Dafür werden Stichproben genommen bzw. vom Übersetzungsdienstleister unter Beachtung von Datenschutz zur Verfügung gestellt.

Bei Leginda gibt es zusätzlich zu den externen Prüfungen ein jährliches internes Audit, um die Qualität stetig zu sichern.

Wie funktioniert eine Rezertifizierung?

Eine Zertifizierung findet immer auf Zeit statt, das ist von vornherein so festgelegt. Danach ist eine Rezertifizierung nötig. Um sich rezertifizieren zu lassen, muss kein komplett neuer Antragsprozess durchlaufen werden, die Prüfung der wichtigen Kriterien durch den Auditor bleibt aber gleich. So belegen Übersetzungsdienstleistungen, dass sie noch immer nach den festgelegten Qualitätskriterien arbeiten und sich die Arbeit stetig verbessert. Wichtig ist auch, dass eventuelle Maßnahmen, die aus früheren Audits hervorgingen, umgesetzt wurden.

Für Leginda stand im April 2021 die Rezertifizierung durch die DEKRA an, die wir nun erfolgreich abgeschlossen haben. So wissen Sie weiterhin, dass unsere Übersetzungen verlässlich und die Prozesse dahinter durchdacht sind.

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