Social Media übersetzen – Chancen und Risiken

Die Bedeutung sozialer Medien hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Was zunächst zur persönlichen Vernetzung gedacht war, hat sich zu zahlreichen Plattformen entwickelt, auf denen nicht nur private Kontakte gepflegt werden, sondern auch Politiker um die Gunst der Wähler buhlen und Unternehmen mit ihren Kunden kommunizieren. Für alle, die Social Media übersetzen, bieten sich also große Chancen, es sind aber auch einige Risiken zu bedenken.

Kunden über Social Media erreichen

Um als Unternehmen wirksames Marketing zu betreiben, muss man dort sein, wo die Kunden sind. Das sind nicht nur Radio, Fernsehen oder die Straße, sondern zunehmend sind es die sozialen Netzwerke. 73 Minuten verbringen die Deutschen im Schnitt täglich mit Social Media (Quelle: Statista 2018) und sehen neben Bildern und Texten von Freunden auch die von Promis und Firmen über Länder- und Sprachgrenzen hinweg. Gerade für international agierende Unternehmen ist eine Präsenz in sozialen Netzwerken wichtig, doch die Möglichkeit, die Nutzer in ihrer eigenen Sprache zu erreichen, wird noch nicht häufig genutzt.

Einige Firmen haben mehrere Accounts, sodass für Kunden und Fans aus unterschiedlichen Ländern speziell auf sie abgestimmte Inhalte veröffentlicht werden. Andere beschränken sich auf Postings in einer Sprache – oft auf Englisch. Das trifft übrigens auch auf viele deutsche Firmen zu, gerade auf Startups mit internationalen Ambitionen.

Möglich: Automatische Übersetzungen

Dabei ist es aus Marketingsicht sinnvoller, Kunden in ihrer Sprache anzusprechen. Besseres Verständnis und kulturell angepasste Kampagnen führen auch zu höheren Umsätzen.

Facebook beispielsweise bietet seit einiger Zeit die automatische Übersetzung von Beiträgen an. Mit einem Klick präsentiert sich der Post in der eigenen Sprache – mal mehr, mal weniger verständlich. Gerade bei Texten, die nicht aus Image- oder Werbezwecken geschrieben wurden, hilft manchmal auch eine Übersetzung nicht. Denn oft fehlt schon in der Ausgangssprache die Interpunktion und auch Tippfehler verhindern eine gelungene maschinelle Übersetzung. Für das bloße Verständnis ist diese Funktion aber geeignet: Gerade, wenn Familienmitglieder oder Freunde sich im Ausland aufhalten oder gar eine andere Muttersprache haben, kann die automatische Übersetzung von Facebook-Posts ein Gefühl von Nähe suggerieren.

Besser für das Image: Manuelle Übersetzungen

Für Firmen ist diese Art der Kommunikation mit Fans und Followern aber nicht geeignet. Markennamen könnten versehentlich ebenfalls übersetzt werden, die Botschaft für einen anderen Kulturkreis missverständlich sein … und Texte auf Bildern werden gar nicht erst übersetzt. Das kann zu einem Imageverlust und letztlich auch zum Verlust von Kunden führen. Gezielt erreichen Unternehmen die Nutzer mit individuell auf Sprache und Kultur angepassten Kampagnen.

Für Übersetzer besteht im Bereich Social Media oft die Herausforderung, neues Vokabular treffend in der Zielsprache wiederzugeben. Die zahlreichen Wortneuschöpfungen verlangen nicht nur Sprachkompetenz, sondern auch Kreativität und eine gute Kenntnis der verschiedenen Plattformen. So steckt auch in der Übersetzung von kurzen Texten viel Arbeit. Dies ist jedoch für das Übersetzer-Team von Leginda kein Problem: Wir fertigen maßgeschneiderte Übersetzungen für Sie an.

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