E-Mails schreiben: Geschäftliche Korrespondenz auf Französisch

Ein potenziell wichtiger Neukunde in Frankreich soll ein Angebot erhalten. Am besten auf Französisch. Wie blöd nur, dass die letzte Französischstunde gefühlte hundert Jahre her ist und mehr als „Bonjour, une baguette s’il vous plaît“ ist leider nicht hängengeblieben. Der Interessent würde aber vermutlich eher zu einem Kunden werden, wenn er zum Angebot eine Mail erhält, die er versteht und in der die zukünftige Geschäftsbeziehung verständlich erläutert wird. Wie funktioniert also geschäftliche Korrespondenz auf Französisch?

Geschäftliche Korrespondenz auf Französisch übersetzen lassen

Gerade in größeren Firmen oder auch Kanzleien arbeiten oft Fremdsprachenassistenten, die Mails übersetzen oder direkt in einer Fremdsprache verfassen.  Wer darauf jedoch nicht zurückgreifen kann, lässt sich oft von einem (externen) Übersetzer helfen, damit die E-Mail zum Erfolg wird.

Leider gibt es noch immer viele Unternehmer, die kostenlosen Onlineübersetzern vertrauen und die so erstellen Dokumente an Geschäftspartner versenden. Doch wer glaubt, dass eine automatisch generierte Übersetzung unerkannt bleibt, irrt meist. Ja: manchmal freut es den Geschäftspartner, wenn Sie es wenigstens versuchen, ihn in seiner Sprache anzusprechen. Aber Fehler bei der Übersetzung können schnell dazu führen, dass aus dem potenziellen Kunden ein niemals-mehr-Kunde wird.

Besser ist es, einen Profi mit der Übersetzung zu betrauen. Wenn Sie über längere Zeit mit dem gleichen Sprachdienstleister arbeiten, wird man Ihre Firmensprache („Corporate Language“, CL) und die von Ihnen genutzten Begrifflichkeiten (Terminologie) schon bald kennen. Einige Dinge sollten Sie jedoch im Briefing mitteilen.

Egal, ob Sie die Mail selbst verfassen oder diese Aufgabe weitergeben möchten, müssen Sie sich auf einige Punkte festlegen.

Anrede richtig wählen

Genauso wie wir im Deutschen duzen oder siezen gibt es das auch im Französischen. Welche Anrede und welche Grußformel auf Französisch angebracht sind, hängt vom Empfänger und Ihrer Beziehung zu ihm ab. In einigen Fällen mag es durchaus akzeptabel sein, auch einen Geschäftspartner zu duzen, im Allgemeinen ist hier aber die Höflichkeitsform angebracht.

Französische Mails beginnen dann mit:

  • „Monsieur,“ (entspricht etwa: Sehr geehrter Herr X,)
  • „Madame,“ (entspricht etwa: Sehr geehrte Frau X,)
  • Madame, Monsieur,“ (entspricht etwa: Sehr geehrte Damen und Herren,)

Tatsächlich wird dabei der Name des Angesprochenen – anders als im Deutschen – nicht genannt. Allerdings können Titel, gerade bei Vorgesetzten, durchaus angemessen sein (z. B. „Monsieur le Directeur“).

Alternativ kann auch das „Hamburger Sie“ gewählt werden, bei dem zwar gesiezt, aber der Vorname des Angesprochenen genutzt wird, also ähnlich wie in „Hallo Karsten, könnten Sie wohl …“.

Passende Grußformel finden

Ähnlich wie bei der Anrede gibt es auch festgelegte Grußformeln, die Sie für Ihre geschäftliche Korrespondenz auf Französisch nutzen können. Die passende Endung einer Mail hängt vor allem davon ab, was Sie sich davon erhoffen – also ob Sie die Bestätigung eines Angebots erwarten, Grüße senden oder sich auf das nächste Treffen freuen.

Neben längeren und formellen Endungen wie „Je vous prie d’agréer, Monsieur le Directeur, l’expression de mon profond respect“, gibt es auch kurze und eher freundschaftliche Möglichkeiten, eine E-Mail zu beenden, beispielsweise ein simples „Cordialement“.

Und dazwischen?

Für den Einstieg können Sie Ihr Anliegen recht direkt vorbringen. Haben Sie mit dem Kunden oder Kollegen bereits telefoniert, können Sie sich in Ihrer Mail auch darauf berufen und sich für das Gespräch bedanken. Ausschweifender Small-Talk wird in einer Mail allerdings nicht erwartet.

Senden Sie noch Anhänge mit, können Sie dies auch bemerken. Im Prinzip sind uns die Franzosen recht ähnlich, wenn es um den Inhalt der Mails geht.  Lassen Sie sich bei Ihrer E-Mail trotzdem am besten von einem Übersetzer helfen, der nicht nur die französische Sprache beherrscht, sondern auch kulturell sicher ist und Ihr Anliegen so bestmöglich vorbringt. So können Sie sich auf Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung konzentrieren, denn dafür sind Sie Experte!

PS: Wie schon an anderer Stelle erläutert mögen die Franzosen englischsprachige Begriffe nicht besonders – sie schreiben also keine (E-)Mail, sondern un courriel.

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